Neuensorger 300-Meter-Großkaliberschützen feiern Bayerischen Meistertitel

Großer Erfolg für die Schützengesellschaft Neuensorg bei der Bayerischen Meisterschaft im 300-Meter-Großkaliberschießen: Mit einem Bayerischen Meistertitel, einer Silbermedaille und einem weiteren Top-Ten-Ergebnis kehrten die Schützen von den Landesmeisterschaften zurück.

Die Wettkämpfe fanden vom 4. bis 5. Juli 2026 auf der Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück statt. Dort trafen sich die besten 300-Meter-Schützen Bayerns, um in den verschiedenen Disziplinen ihre Landesmeister zu ermitteln.

Für den größten Erfolg sorgte die Mannschaft in der Disziplin 300 Meter Großkaliber-Standardgewehr. George Agostino, Peter Hein und Marcel Schwegler zeigten einen hervorragenden Wettkampf und sicherten sich mit starken 1.232 Ringen den Bayerischen Meistertitel. Dabei wusste vor allem George Agostino zu überzeugen. Mit 442 Ringen errang er einen hervorragenden 5. Platz und bestätigte damit seine starke Form auch in der Einzelwertung.

Im weiteren Tagesverlauf  überzeugten die Neuensorger Schützen auch in der Disziplin 300 Meter Freigewehr mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Noah Hein, Peter Hein und George Agostino erreichten 1.410 Ringe und wurden dafür mit der Silbermedaille ausgezeichnet.

Ein weiteres beachtliches Ergebnis gelang derselben Mannschaft im 300-Meter-Liegendkampf. Mit 1.552 Ringen belegten Noah Hein, Peter Hein und George Agostino einen hervorragenden 8. Platz in einem leistungsstarken Teilnehmerfeld.

Der wesentliche Unterschied zwischen den Disziplinen liegt in den technischen Vorgaben und den Schießstellungen: Beim Standardgewehr gelten strengere Regelungen hinsichtlich Gewicht, Abmessungen und Ausstattung des Gewehrs. Geschossen wird in den drei Anschlagsarten kniend, liegend und stehend, wobei das Sportgerät den festgelegten Vorgaben entsprechen muss. Das Freigewehr bietet den Schützen dagegen deutlich mehr Freiheiten bei der Gestaltung und Einstellung des Gewehrs. Dadurch kann die Waffe individuell an den Schützen angepasst werden, was höchste Präzision ermöglicht. Auch hier werden die drei Anschlagsarten absolviert. Der Liegendkampf wird hingegen ausschließlich im liegenden Anschlag ausgetragen und stellt höchste Anforderungen an Präzision, Schussrhythmus und Konzentration.

Die drei Mannschaftsergebnisse sind der verdiente Lohn für die intensive Vorbereitung und das kontinuierliche Training der Neuensorger Schützen. Das Schießen auf die 300-Meter-Distanz zählt zu den anspruchsvollsten Disziplinen des Sportschießens und verlangt höchste Präzision, Konzentration und Konstanz.

Mit dem Bayerischen Meistertitel, der Silbermedaille und dem starken achten Platz unterstreicht die Schützengesellschaft Neuensorg einmal mehr ihre hervorragende Stellung im bayerischen 300-Meter-Schießsport. Die erfolgreichen Leistungen sind zugleich Ansporn für die kommenden Wettkämpfe und ein weiterer Beleg für die ausgezeichnete Arbeit der Schützen und Verantwortlichen des Vereins.

SG Neuensorg feiert Jubiläum

Zahlreiche Aktive wurden für sportliche Erfolge ausgezeichnet.
Foto: NP/Alexandra Kemnitzer
Autorin: Alexandra Kemnitzer

Im Rahmen der Feststunde standen mehrere Ehrungen an. Zur Eröffnung gab es eine Überraschung.

Feierlicher Jubiläumsabend

NEUENSORG – Zahlreiche Ehrungen standen bei der Schützengesellschaft Neuensorg im Rahmen des Jubiläumsabends, der mit dem Königsessen verbunden wurde, auf dem Programm. Mit dem Flipper-Song „Wir sagen Dankeschön“ überraschte ein Teil der Mitglieder. Sie hatten den Schlager umgetextet auf „Wir sagen Dankeschön, 60 Jahre die Schützen“ und wurden mit Klatschen von den Anwesenden unterstützt.

„Im September 1965 machte eine ungewöhnliche Mitteilung in den Tageszeitungen die Runde“, erinnerte der Vorsitzende Sascha Graßmuck. Walter Kretz hatte die Anregung gegeben, einen Schützenverein zu gründen und stand diesem bis 1992 als Vorsitzender vor, bis ihm Manfred Dreßel ins Amt folgte.

Heute führt Sascha Graßmuck die Gesellschaft. Er rief weitere Meilensteine der Vereinsgeschichte ins Gedächtnis, zum Beispiel das Neuensorger Schützenlied, welches auch heute noch zu bestimmten Anlässen gesungen wird. 2004 wurde der Erweiterungsbau des Schützenhauses fertiggestellt, sodass den Mitgliedern beste Bedingungen zur Verfügung stehen. Auch die Bogenschießabteilung hat beste Voraussetzungen und erfreut sich großer Beliebtheit. Dennoch stellt der demographische Wandel auch für die Schützengesellschaft eine Herausforderung dar.

Sportliche Ehrungen

  • Noah Hein: 1. Platz Gaumeisterschaft (Luftgewehr, KK 3×20, Liegend); 2. Platz Bezirksmeisterschaft (KK 3×20, Liegend)
  • Angelina Scheler: 3. Platz G+B Meisterschaft (KK 100m Damen)
  • Peter Hein: 1. Platz Gaumeisterschaft (KK 3×20, Liegend); 1. Platz Bezirksmeisterschaft (Zimmerstutzen, KK 3×20, 3×40); 3. Platz KK Herren 3
  • Georg Agostino: 2. Platz Gaumeisterschaft (KK 3×20, Liegend Herren 3)
  • SG Mannschaft: 3. Platz Bayerische Meisterschaft

Ausgezeichnete Bogenschützen

Gaumeisterschaft Halle – 1. Platz:

  • Andre Blinzler
  • Jürgen Friedmann
  • Jürgen Matschl
  • Hartmut Stephan

Bezirksmeisterschaft 3D:

  • Wolfgang Backert – Instinktiv Master, 1. Platz
  • Janine Bayer – Instinktiv Damen, 1. Platz
  • Andre Blinzler – Instinktiv Herren, 3. Platz
  • Christof Engel – Instinktiv Herren, 2. Platz
  • Maximilian Friedmann – Langbogen & Instinktiv Herren, 1. Platz
  • Luis Friedmann – Jugend Blankbogen, 2. Platz
  • Viktoria Kühn – Jugend Blankbogen, 1. Platz
  • Jürgen Matschl – Blankbogen Master, 1. Platz
  • Hans Wolf – Langbogen Master, 1. Platz
  • Maximilian Friedmann – 1. Platz Bayerische Meisterschaft 3D

Treue & Verdienste

Langjährige Mitgliedschaft:

  • 10 Jahre: Pascal Fischer, Jürgen Friedmann, Luis Friedmann, Helga Ganß, Günter Götz, Anne Herzog, Thomas Schindler
  • 40 Jahre: Marcus Wittmann
  • 50 Jahre: Uwe Guthseel, Peter Hofknecht, Regina Schillig
  • 60 Jahre (Gründungsmitglieder): Arno Scheler, Kurt Friedrich, Herold Friedrich

Besondere Verdienste:

  • Verdienstnadel BSSB: Andre Blinzler, Alexander Fischer, Corinna Fischer, Melanie Fischer-Hermann, Jürgen Friedmann, Günter Götz, Kevin Graßmuck, Jens Hermann, Rene Messerth, Mischa Vollert, Wolfgang Backert
  • Kleine Gauehrennadel: Steffen Götz, Frank Kristek, Jürgen Matschl, Jan Welsch
  • Silberne Bezirksehrennadel: Sascha Rösner, Thomas Scheler, Hartmut Stephan
  • Goldene Bezirksehrennadel: Peter Hein, Stefan Schönert
  • Goldene Gauehrennadel: Stefanie Marx
  • Fahnennadel: Marcel Schwegler
  • Silbernes Protektor-Abzeichen: Sascha Graßmuck

Ehrenmitgliedschaften

Für ihre ausnahmslose Begeisterung und langjährige Treue zur Schützengesellschaft wurden folgende Personen zu Ehrenmitgliedern ernannt:

  • Roger Graßmuck
  • Ulrike Graßmuck
  • Angela Hoffmann
  • Roland Hoffmann
  • Harald Welsch
  • Marina Welsch

Wir haben Ihn! Den Weltmeister….

und sind stolz darauf.

Weltmeister Jürgen Matschl. Foto: privat

Jürgen Matschl, dem es bereits im letzten Jahr gelang in drei Verbänden den Deutschen Meistertitel zu holen, setzte nun noch einen oben drauf.
Beim World Field Archery Championships der International Field Archery Association in Estland sicherte er sich den ersten Platz und wurde somit Weltmeister in seiner Klasse! Zusammen mit dem Deutschen Team holt er Silber.

Gesellig, höflich, mit Bodenhaftung und immer für ein gutes Gespräch bereit. Wir freuen uns Jürgen Matschl als Vereinsmitglied zu haben und wüschen Ihm für die Zukunft weiterhin auf Erfolgskurs zu bleiben.

Herzlichen Dank!

Für alle die jetzt mehr über den Bogensport erfahren wollen schaut euch das Video an:

Faszination Bogensport erklärt von Jürgen Matschl.

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Mehr Informationen

Pressemitteilung

Neuensorg – Es ist kein Scherz, wenn sich die Kunde wie ein Lauffeuer verbreitet, dass Luchse, ein Bär und auch ein Wolf, neben weiteren heimischen und exotischen Tieren, im Neuensorger Forst gesichtet wurden, denn die Schützengesellschaft Neuensorg verfügt über einen Bogenparcours, der am Vereinsareal angrenzt.

Mit diesem konnte das Angebot für Bogenschützen noch interessanter gestaltet werden. Die Neuensorger Schützengesellschaft dürfte wohl der einzige Verein im Landkreis Coburg sein, der über einen solchen, dauerhaft angelegten Parcours verfügt. Auch in den angrenzenden Landkreisen ist die Zahl solcher vereinseigener Parcours, die der Vorgabe des Weltverbands der Bogenschützen (FITA) entspricht, überschaubar. Um die Sicherheit beim „Jagen“ zu gewährleisten, wurden entsprechende Hinweisschilder aufgestellt. Zudem ist der Rundkurs sicherheitstechnisch durch den Sachverständigen des Bayerischen Sportschützenbundes, Klaus Knauer, abgenommen.

Mit diesem neuen Angebot will die Gesellschaft einen Beitrag zur Stärkung des Tourismus im Coburger Land leisten. Als sich 2011 die Mitglieder für die Gründung der Bogensportabteilung entschieden haben, hatten sie den „richtigen Riecher“. Immerhin ist seither die Mitgliederzahl des Vereins um 30 Prozent auf zwischenzeitlich 122 Personen angestiegen, was Vorsitzenden der Schützengesellschaft, Manfred Dreßel, freut. Kein Wunder also, dass auch das Angebot der Bogenschützen kontinuierlich ausgebaut wurde. „Das Gelände um das Schützenhaus bietet uns Bogenschützen heute nahezu ideale Bedingungen“, erklärt zweiter Schützenmeister Frank Kristek, der sich für die Abteilung verantwortlich zeichnet. Mit dem Parcours wird Interessierten die Möglichkeit geboten, das traditionelle Bogenschießen auszuüben und auf die Jagd nach originalgetreuen Nachbildungen zu gehen. „In naher Zukunft wollen wir den Parcours auch für Turnierwettkämpfe nutzen“, ergänzt Jürgen Friedmann.

Die Idee, einen solchen anzulegen, nahm Ende 2017 konkrete Formen an. Um den das Vorhaben realisieren zu können, musste der Verein rund 10 000 Euro investieren. Die benötigte Summe konnte mit Crowdfunding der VR-Bank zusammengetragen werden. Insgesamt kamen 8000 Euro an Spenden zusammen. Die restlichen 2000 Euro steuerte die VR-Bank bei. Alle Spender, die das Vorhaben mit 500 Euro und höher unterstützt haben, wurden mit ihrem Namen an jeweils einer Station des Parcours verewigt. Mitglieder der Abteilung haben für jeweils eine Station die Patenschaft übernommen, um so den Parcours lange in Schuss zu halten. Für die Instandhaltung sind auch weiterhin Spenden herzlich willkommen. Im Januar begannen die Bogenschützen mit dem Ausbau im Wald und legten den Parcours in rund 560 Arbeitsstunden an. Viel Wert wurde bei der Gestaltung der jeweiligen Stationen auf den Einsatz von Naturmaterialien gelegt. Etwa genauso viele Stunden wurden im administrativen Bereich ehrenamtlich geleistet. Das große Engagement hat sich gelohnt und kann sich sehen lassen. Insgesamt 47 Schaumstoff-Tiere, zu denen auch ein Krokodil und mehrere Erdmännchen zählen, wurden auf fast einem Hektar an 17 Stationen in unterschiedlichen Entfernungen angeordnet. Insgesamt können im Parcours 940 Punkte erzielt werden, je nachdem wo der Pfeil platziert wurde.

Bei guten Sichtverhältnissen steht der Rundkurs von Sonnenaufgang bis –Untergang auch Nichtmitgliedern sowie anderen Vereinen, Gruppen, Teams oder auch Firmen offen. Die Gebühr beläuft sich für eine Tageskarte pro Nutzer auf neun beziehungsweise sechs Euro. Jugendliche bis 18 Jahre dürfen nur in Begleitung eines Erwachsenen auf den Parcours. Außerdem ist eine eigene Haftpflichtversicherung notwendig. Mitglieder eines Schützenvereins haben diese über den Schützenbund. Vorsitzender der Schützengesellschaft Manfred Dreßel oder die Verantwortlichen der Bogenabteilung geben nähere Informationen zu den Öffnungszeiten und nehmen Anmeldungen für Gruppen und Nichtmitglieder entgegen, denn diese erhalten vorab eine entsprechende Einweisung.

Artikel von Alexandra Kemnitzer